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Die HE-TUMT-Therapie

Grundlagen

Die Hochenergetische Transurethrale Mikrowellentherapie (HE-TUMT) hat sich im Verlauf des letzten Jahrzehnts als wirksame Option für die Behandlung der BPH etabliert. Insbesondere die ProstaLund Feedback-Therapie (PLFT) belegt durch den Einsatz einer ausgereiften Technologie und der Absicherung durch eine Reihe von umfangreichen Langzeitstudien, dass das Verfahren die wichtigste alternative Therapieform für BPH darstellt. Die Vorteile dieses Verfahrens sind insbesondere die Möglichkeit einer

  • ambulanten oder kurzstationären
  • blutungs- und narkosefreien sowie
  • kosteneffektiven Behandlung der BPH.

Funktionsweise

HE-TUMT-Systeme sind darauf ausgelegt, in selektiver Art und Weise Gewebebereiche der Prostata auf eine Temperatur zu erwärmen, die für eine Vernichtung der Zellen ausreicht. Daher kommen die modernen HE-TUMT-Verfahren in der Regel ohne Vollnarkose oder intravenös verabreichter Sedierung aus, so dass der Eingriff unter kostengünstigen und unproblematischen Umfeldbedingungen - wie z.B. in einem separaten Behandlungsraum einer Klinik - vorgenommen werden kann.

Bei der Hochenergie Transurethralen Mikrowellentherapie (HE-TUMT) werden intraprostatische Temperaturen zwischen etwa 55-75 oC erreicht, bei denen das Gewebe zerstört wird. Bei der früher praktizierten Niedrigenergie (NE-)TUMT, auch Hyperthermie genannt, hingegen konnten sich bei intraprostatischen Temperaturen von unter 45 oC bei manchen Patienten zwar die Symptome, nicht jedoch die objektiven Parameter verbessern (vgl. Lynch und Graber 2001; Miller und Ramsey 2002; Tsai et al 2001). Somit wird dieses Verfahren von der Wissenschaft und urologischen Gesellschaften nicht mehr empfohlen.

Technologische Weiterentwicklung

Die Geräte der zweiten Generation sind mit leistungsstarken Mikrowellenantennen zur kontinuierlichen und gerichteten Ausstrahlung der Energie ausgerüstet (vgl. Blute und Larson 2001). Bei der Behandlung mit diesen Geräten werden in Urethra und Rektum Katheter bzw. Sensoren eingeführt, die neben der Energieabgabe auch zur Temperaturkontrolle und zum kontinuierlichen Monitoring während der Behandlung benutzt werden.

Dank der Weiterentwicklung der Technologie wurde in der dritten Generation der Geräte ein besonderes Gewicht auf die zusätzliche und individuelle Kontrollierbarkeit der Behandlung gelegt. Dies führte dazu, dass erstmals mit dem operativen Standardverfahren (TURP) vergleichbare Erfolgsdaten bei gleichzeitiger starker Begrenzung von Nebeneffekten erreicht werden konnten. Weltweiter Technologieführer in diesem Bereich ist die schwedische Firma ProstaLund.