Auf diesen Seiten werden die Grundzüge der BPH erläutert.
Im allgemeinen wird die Bezeichnung ";benigne Prostatahyperplasie";
(BPH) relativ undifferenziert als Synonym für Blasenentleerungstörungen
des älteren Mannes verwendet. Strenggenommen beinhaltet der Terminus
BPH ausschliesslich eine histologische Diagnose.
Für das mit ";benigne Prostatahyperplasie"; (BPH) bezeichnete
Krankheitsbild wird daher auf internationaler Ebene (siehe z.B. die
europäischen EAU Leitlinien: de la Rosette et al 2001) zunehmend
die Bezeichnung ";benignes Prostata-Syndrom"; (BPS) verwendet,
um damit einen neuen überbegriff für die pathophysiologisch
sehr variable Relation zwischen Symptomatik (LUTS), Prostatavergrösserung
(BPE) und Obstruktion (BOO bzw. BPO) zu definieren (siehe Tabelle
1.1). Für diese Dokumentation werden wir jedoch weiterhin den
unschärferen aber allgemein gebräuchlichen Begriff der ";benignen
Prostatahyperplasie"; (BPH) verwenden, wenn wir uns auf die Indikation
für die HE-TUMT beziehen.
In den oben genannten Leitlinien wird ebenfalls die Standard Diagnostik
bei LUTS festgelegt, um die Beschwerden der Patienten möglichst
genau zu objektivieren. Die Quantifizierung von Symptomatik und Lebensqualität
sollte mittels standardisierten Fragebögen (meist mit dem International
Prostate Symptom Score - IPSS, dem einzigen für den deutschen
Sprachgebrauch gegenwärtig standardisierten Symptomscore) erfolgen.
Der IPSS eignet sich gut für Verlaufs- und Therapiekontrollen,
darüber hinaus werden Leidensdruck und Lebensqualität des
Patienten mit Zahlen objektiviert. Allein infolge der erhobenen Symptomscores
sollten jedoch keine Therapieindikationen gestellt werden.
Gemäss den Richtlinien der WHO (Denis et al 1997) setzt sich die Abklärung der BPH aus verschiedenen Schritten zusammen. Dringend empfohlene Abklärungen sind:
Wenn ein Patient mit den typischen BPH-Symtomen beim Arzt vorstellig wird, erfolgen die einfachen Basisabklärungen sowie die initiale Therapie in der Regel in der Hausarztpraxis, bevor gegebenenfalls eine weitere Abklärung und Behandlung beim Spezialisten und im Spital erfolgt.
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